Freizeit: In der Kelmiser Gemeindeschule laufen Ferienbetreuung und Sportprogramm für 206 angemeldete Kinder
Vom Schwimmbad bis zur Kegelbahn
Vor der Kelmiser Gemeindeschule stehen Fahrräder in Reih und Glied, aus der Sporthalle dringt freudiges Kindergeschrei, irgendwo pfeift ein Leiter zum nächsten Spiel. Seit Montag findet hier wieder das Sportlager statt, mit 206 angemeldeten Kindern, ungefähr so viele wie in den Jahren zuvor, berichten Hauptleiterin Jenny Schings und Hauptleiter Marco Reul dem GrenzEcho.

Kelmis
Wer dieser Tage an der Kelmiser Gemeindeschule vorbeikommt, hört schon von Weitem, dass dort reger Betrieb herrscht. Und das, obwohl der Schulstart doch noch in weiter Ferne liegt. Rund 160 tummeln sich an diesem Mittwochvormittag auf dem Schulhof, bereit, in die nächste Aktivität zu starten. Insgesamt sind in diesem Jahr 206 Kinder angemeldet, damit bewegt sich die Zahl laut Hauptleiterin Jenny Schings und Hauptleiter Marco Reul etwa auf dem Niveau der vergangenen Jahre.
Die Anzahl der Kinder bewegt sich in etwa
auf dem Niveau der Vorjahre.


Auffälliger ist da schon die Entwicklung bei den Betreuern: In diesem Jahr gibt es nicht nur etwas mehr Leiter als in den Vorjahren, sondern auch besonders viele neue Gesichter unter ihnen.


Was Jenny Schings und Marco Reul aber besonders freut, ist, wie viele Jugendliche sich in diesem Jahr von sich aus gemeldet haben, weil sie das Lager als Leiter begleiten wollen. „Das Interesse hat sich offenbar herumgesprochen“, so Jenny Schings. Einige der neuen Leiter haben bereits die erste Stufe der Leiterausbildung hinter sich, andere planen, diese im kommenden Jahr nachzuholen. Nach ein paar eher ruhigeren Jahrgängen scheint der Nachwuchs bei den Leitern also wieder anzuziehen. Die Verjüngung hat aber auch ganz praktische Gründe: Wer noch studiert, hat in den Sommerferien Zeit, im späteren Berufsleben wird das dann deutlich schwieriger. Hinzu kommt, dass die KLJ Kelmis ihr Lager aktuell in Medell aufgeschlagen hat. „In der zweiten Woche werden noch ein paar Leiter, die aktuell auf Lager sind, hinzustoßen“, erklärt Marco Reul. Der Tag selbst folgt einem klaren Rhythmus: Vormittags stehen zwei Aktivitäten an, mit einer kurzen Pause dazwischen, nach der Mittagspause folgt am Nachmittag noch eine längere dritte Einheit. Was dabei konkret gespielt oder trainiert wird, wechselt von Tag zu Tag, in diesem Jahr allerdings häufig unter einem gemeinsamen Motto: der Fußball-Weltmeisterschaft. Zu den Höhepunkten zählen ein gemeinsamer Schwimmausflug sowie die bei den Kindern besonders beliebten Dorf- und Waldspiele. Bei einer der Ausgaben ging es darum, einen gestohlenen WM-Pokal wiederzufinden, wofür die Kinder verschiedene Rätsel lösen mussten.


Organisiert wird das Lager vom Sportbund Kelmis. Dessen Präsident Ronny Van Goethem organisiert zudem einen Transport für Kinder aus Hergenrath, die sich dafür anmelden, morgens hin, nachmittags wieder zurück. Ihm gefällt an dem Angebot vor allem, dass die Kinder dabei wieder „analog“ unterwegs sind, sich bewegen und Sport treiben, statt vor einem Bildschirm zu hängen, eine Entwicklung, die er sich nicht nur bei Kindern, sondern generell bei jungen Menschen wünscht. „Kinder allen Alters haben einfach eine gute Zeit, das ist doch wunderbar“, fasst Ronny Van Goethem es zusammen.





Wie es sich anfühlt, den Weg vom Kind zur Leiterin zu gehen, kann Clara Jefic aus eigener Erfahrung erzählen. Die 17-Jährige ist in diesem Jahr zum ersten Mal selbst als Leiterin im Einsatz, war zuvor aber jahrelang selbst als Kind dabei. Besonders schön findet sie, dass manche ihrer heutigen Kollegen früher einmal ihre eigenen Betreuer waren. Am meisten Freude bereitet ihr dabei der Kontakt zu den Kindern. „Ich finde es super schön mit anzusehen, wie fröhlich die Kinder sind“, sagt die 17-Jährige. Zwar müsse sie hin und wieder auch mal durchgreifen und ermahnen, das komme bei ihr aber eher selten vor, die Kinder seien durchaus kooperativ.




Wie das Programm bei den Jüngsten ankommt, zeigt sich bei einem Besuch in der Kegelbahn. Dort trifft das Grenz-Echo an diesem Mittwochvormittag unter anderem auf den achtjährigen Gabriel, dem die Freude am Kegeln deutlich anzusehen ist. Nach seiner Lieblingsaktivität im Sportlager gefragt, muss er nicht lange überlegen: Sumo-Ringen.

Die jungen Leiter

stellen ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine.
Nur einen Raum weiter präsentieren die achtjährigen Mädchen dem GrenzEcho noch ihre neuen Fähigkeiten im Bodenturnen. Hier ist eben immer etwas los. Bis zum 15. August wird in Kelmis also weiter gespielt gelacht und um den WM-Pokal gerätselt, mit ein bisschen Glück auch weiterhin bei bestem Sommerwetter.


















